Mit der Sonnenfinsternis am 12.08.2026 im Löwen hat sich die neue Mondknotenachse Löwe-Wassermann aktiviert, die uns jetzt dann die nächsten 18 Monate kollektiv begleitet. Gleichzeitig hat sich der erste Korridor der Finsternis in dieser neuen Achse geöffnet – eine Phase, die von starken Veränderungen, Chaos und dem Ende von bestimmten Dingen und Themen, von Loslassen, wichtigen Entscheidungen und Wendepunkten im Leben geprägt ist. Etwas Altes darf gehen und etwas Neues will kommen und alles was jetzt vielleicht in Dir noch ungeklärt ist, drängt die nächsten zwei Wochen vielleicht plötzlich auf eine Lösung – oder will zumindest gesehen werden.
Dieser Korridor der Finsternis dauert ca. 2 Wochen, bis der Vollmond mit Mondfinsternis (am 28.08.26 in den Fischen) den Korridor wieder schließt. Doch die Auswirkungen der Eclipse Season – sagt man – wirken noch weit länger nach.
Und für die kommenden 18 Monate werden alle Finsternisse immer in einem dieser beiden Zeichen stattfinden und sind damit ein kollektives Thema, was uns als Gesellschaft – aber damit natürlich auch jeden einzelnen – mit der Frage konfrontiert:
Wo darfst Du gewisse Löwe-Schattenanteile loslassen um dafür mehr in die Wassermann-Energie zu kommen?
Wenn Du in meinem zweiwöchentlichen Mondzirkel bist, dann kennst Du diesen vielleicht Text schon.
Wenn Du noch nicht dabei bist: Zu jedem Neumond und Vollmond findet ein Online Mondzirkel per Zoom Session statt, wo wir eine Körperübung machen, eine geführte Meditation und ich einen Einblick in die astrologische Zeitqualität gebe.
Und wenn Das Deine Mondknoten Achse ist, dann hast Du in diesem Zyklus (also in den nächsten 18 Monaten) einen Mondknoten Return, was ein wichtiger karmischer Meilenstein Deines Lebens ist. Für alle anderen ist das aber, wie gesagt, dennoch relevant, da es ein kollektives karmisches Muster ist, durch das wir alle 18,5 Jahre als Menschheit geschickt werden.
Bei einem normalen Neumond stehen Sonne und Mond im selben Zeichen – in jedem Monat ein sanfter Neustart, bei dem wir bewusst neue Absichten setzen können. Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond direkt vor die Sonne. Das, was im Licht stand, wird kurz verdeckt – und das, was im Schatten lag, tritt hervor. Finsternisse gelten astrologisch als Portale, die Dinge beschleunigen können, die sonst Monate brauchen. Deshalb ist eine Sonnenfinsternis kein Moment des Intentionensetzens, sondern ein Moment ehrlich hinzuschauen: Was zeigt sich gerade von selbst? Was war die ganze Zeit da quasi im Schatten und wird jetzt einfach sichtbarer? Und welches Lebensgebiet ist davon eben bei jedem von uns betroffen und was können wir tun, um hier für die nächsten 18 Monate einen guten Startimpuls zu setzen?
Welche Lernthemen bringt der Löwe Südknoten mit?
Der Südknoten steht ab jetzt also im Löwen und das sind die Themen, die wir in den kommenden 18 Monaten loslassen dürfen:
- „Ich bin wertvoll wenn ich gesehen werde, wenn ich besonders bin, wenn ich führe, wenn ich Eindruck mache, wenn man mich kennt“ – und das hängt immer mit dem Thema „äußere Bestätigung brauchen“ zusammen. Oft werden hier Status, Image, Rolle mit echter Selbstliebe verwechselt. Du willst nicht nur einfach gesehen werden, sondern bist abhängig davon, wie Du bei anderen ankommst. Wenn Du denkst, dass Du besonders sein musst, um überhaupt wer zu sein, dann bist Du nicht wahrhaftig, sondern eher in Performance und Du machst Dich nach außen passend oder besser als es ist, damit Du die Scham nicht fühlen musst, unbedeutend zu sein.
- Königin, Retterin, Leaderin, Muse, die Starke – das sind alle Löwe Archetypen und Rollen und wenn Du Dich nicht mehr traust auch mal Deine Rolle komplett fallen zu lassen, dann steckst Du im karmischen Käfig des Löwen. Das kann die kommenden Monate kommen, dass Du lernen darfst, dass Du jemand bist, dass Du wertvoll bist, auch wenn Du keinen Sonderstatus genießt.
- Auch ein Thema bleibt dieses Ding von Liebe gegen Leistung, was wir in der Jungfrau die letzten Jahre schon hatten. Hier im Löwen zeigt es sich ein bisschen anders: Liebe wird verdient durch Großzügigkeit, Loyalität und Stärke, Du gibst viel und wirst dann aber sehr enttäuscht, wenn im Rückzug Deine hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Und Reibung wird hier entstehen, wenn die Wassermann Energie Wahrheit und Klarheit bringen will, Du das aber als Liebesentzug deutest, weil der Löwe sich halt schnell persönlich angegriffen und ungeliebt fühlt.
- Auch ein Löwe Schatten ist das Gefühl von „wer bin ich eigentlich, wenn niemand zuschaut“ – und das kennen wir in unserer modernen Welt, glaube ich, alle ganz gut zumindest alle die – wie ich – viel auf Instagram o.ä. unterwegs sind. Diese Selbstdarstellung, wo in allem – selbst in der Spiritualität – so ein subtiles „Schau mich an, wie toll ich bin“ mitschwingt. Sichtbarkeit wird zur Droge.
- Und der Löwe ist würdevoll, aber der kann so würdevoll und stolz werden, dass er nicht mehr um Hilfe bitten kann, weil er will ja nicht klein und schwach wirken – also trägt er lieber alles allein, macht alles allein, lernt alles allein und dabei ginge es doch viel schneller und einfacher mit etwas Hilfe.
- Kritik trifft tiefer als Du zugibst und dann kommt Abwehr oder Rückzug oder „ich zeig’s euch“.
- Ein Löwe Schatten ist auch diese ganze Sonne und Wärme zu verlieren und so richtig schön dramatisch zu werden, wenn man sich nicht mehr sicher fühlt oder eben auch weil Drama als Energiequelle genutzt wird. Nicht weil es so schön ist, aber weil es Dich wichtig macht, weil es Dir das Gefühl gibt lebendig zu sein. Ja, ich würde sagen, die meisten von uns brauchen ein gewisses Drama und wenn wir in unserem eigenen Leben nicht genug haben, dann suchen wir es eben im Außen, z.B. indem wir Nachrichten konsumieren oder uns in das Drama anderer einmischen, das uns das Gefühl gibt relevant zu sein.
- Und dann noch dieses ewige Konkurrenzdenken. Wer wird gewählt, wer strahlt heller, wer bekommt mehr Applaus und auch wenn wir das in der Spiritualität verpacken, ist es oft immer noch derselbe Kampf.
All das kann in den nächsten 18 Monaten sich in deinem Leben verstärkt zeigen, damit du lernst es loszulassen.
Das Heilmittel: Der Nordknoten im Wassermann
Und das Heilmittel dazu ist immer die Opposition, das Gegenstück, der Wassermann. Es bringt Dich vom „Ich bin die Sonne, ich bin das Zentrum“ hin zu „Wir sind ein System“. Das Heilmittel für die nächsten 18 Monate wird also sein „Objektivität statt Drama“ also statt „Was sagt das über mich aus?“ eher ein „Was ist hier wirklich gerade los?“ Und in den meisten Fällen haben wir so lange gelernt Dinge auf uns zu beziehen, die gar nichts mit uns zu tun haben.
Das Heilmittel wird auch sein ein echtes Netzwerk, eine Community, einen kleinen Kreis, Micro Gesellschaften auf Augenhöhe zu erschaffen und die Zeit der Gurus endet hiermit, dieses „Ich und meine Leute“ wird enden und es wird darum gehen, einen echten Beitrag zu leisten – weil Wirkung nicht mehr an Bewunderung und Applaus sondern am Nutzen, am Mehrwert gemessen wird. Grundsätzlich wird das also eine Zeit in der Du Dich neu erfinden darfst, auch wenn Du dann nicht mehr die bekannte Version von Dir selbst bist.
Und genau dafür habe ich den Uranus Club gegründet, wo wir uns jeden Monat 1-2 Placements Deines Charts ansehen – mit ihren Häusern und Aspekten, ganz indviduell auf Dich zugeschnitten – und schauen welche Schwächen und Stärken bringt das mit sich, wo stehst Du da gerade, was darf gehen, was darf kommen und vor allem wie verankern wir das nachhaltig, also dauerhaft in Deinem Alltag und in Deiner Identität. So dass Du nach und nach das Beste aus Deinem Blueprint, aus Deinem Chart, was Dein Seelenversprechen ist, rausholst für Dich ganz persönlich. Weil das echte Freiheit mitbringt, genau die oder der zu sein, der man hergekommen ist zu sein.
Was ist also das Ende vom Lied?
Vermutlich werden wir erstmal noch einen Anstieg des Löwe Schattens bemerken, kollektiv und persönlich, je nachdem wie stark wir selbst von dieser Achse betroffen sind im Chart – weil oft müssen sich Dinge erst bis zum Anschlag ausreizen bevor wir endlich checken, dass es so nicht mehr weitergeht.
Und dann werden wir sehen, dass wir beginnen Dinge zu sagen, ohne danach emotional am Feedback festzuhängen, dass wir Menschen nicht mehr nach Status oder Bewunderung in unser Feld lassen und generell stärker auswählen werden, dass es einfacher wird normal und durchschnittlich zu sein ohne sich deshalb minderwertig oder klein zu fühlen, dass wir Systeme aufbauen, die auch ohne uns funktionieren und dass wir in Beziehungen mehr Distanz und Wahrheit aushalten ohne uns ungeliebt zu fühlen.
Klingt schön oder?
Abschluss
Die Frage, die diese neue Mondknotenachse mitbringt, ist also ab sofort:
Kann ich ich selbst sein ohne mich zum Zentrum machen zu müssen?
Und das klingt jetzt sicherlich erstmal so generell, dass jeder gleich sagt „na klar, kein Problem“.
Lass die Frage aber mal wirklich wirken, mit allem, was das wirklich bedeutet?
Was würde sich dann nämlich in Deinem Alltag – in Deinem Denken, in Deinem Handeln – verändern?
Und genau deshalb ist dieser Moment nicht unbedingt ein Moment großer äußerer Aktion. Vielleicht geht es zunächst darum, sehr fein wahrzunehmen, welcher Impuls tatsächlich aus unserem Innersten kommt und welcher aus Angst, Schutzmechanismen, Erwartungen oder alten emotionalen Mustern entsteht.
Vielleicht ist genau das die tiefste Einladung dieser Sonnenfinsternis:
Wir dürfen aufhören, ein Licht aufrechtzuerhalten, das gar nicht unseres ist.
Diese Sonnenfinsternis lädt uns nicht dazu ein, eine vollkommen neue Person zu werden. Sie lädt uns ein, Rollen, Geschichten und Schutzmechanismen abzustreifen, die zwischen uns und unserem eigenen Feuer stehen.
Und vielleicht lautet die wichtigste Frage dieses Neumondes deshalb:
„Wer bleibt übrig, wenn ich nicht mehr versuche, jemand zu sein?“
